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Botschafterausweisung wegen Blutbad im syrischen al Hula
Nachrichten-Code: 318855 Datum: 2012/05/31 - 08:30Quelle: DPAprint

Deutschland
Botschafterausweisung wegen Blutbad im syrischen al Hula

Als Reaktion auf das jüngste Massaker in der syrischen Stadt, al Hula, haben einige Staaten, darunter die USA, Australien, Kanada, Deutschland und Frankreich, am Dienstag die syrischen Botschafter ausgewiesen. 

 Botschafterausweisung wegen Blutbad im syrischen al Hula

Das Auswärtige Amt in Berlin zitierte am Dienstag den Botschafter
Syriens und forderte ihn auf, Deutschland innerhalb von 72 Stunden zu
verlassen, wie DPA meldete.


Wie der französische Präsident Francois Hollande am Dienstag bei
einer Pressekonferenz mitteilte, wurde der Botschafter Syriens, Lamia
Chakkur, aufgefordert, Frankreich zu verlassen. Der Beschluss sei nach
Konsultationen „mit Partnern Frankreichs“ getroffen worden.


Nach Angaben von UN-Beobachtern waren am 25. und 26. Mai bei
Angriffen auf Hula nahe der syrischen Oppositionshochburg Homs
mindestens 108 Zivilisten, darunter 49 Kinder, getötet worden. Die
Opposition machte die Regierungsarmee, die die Ortschaft unter
Artilleriebeschuss gesetzt hatte, für das Massaker verantwortlich. An
mehreren Leichen wurden jedoch Kugelwunden und weitere Spuren von Gewalt
entdeckt.


Die syrische Regierung weist alle Schuld von sich und macht die
bewaffneten Rebellen für die Tat verantwortlich. Nach Angaben des
syrischen Außenministeriums waren viele Menschen in Hula mit Messern
erstochen worden.


Am heutigen Dienstag teilte die Uno mit, dass die meisten Opfer in
Hula nicht wie bis jetzt vermutet durch Artilleriebeschuss umgekommen,
sondern hingerichtet worden seien.



 




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