| Nachrichten-Code: 319380 | Datum: 2012/06/02 - 16:20 | Quelle: alshia.de | print |
Hijab Was denken muslimische Frauen wirklich über den Hijab? |
Was denken muslimische Frauen wirklich über den Hijab?
„Ich kann den
zusätzlichen Respekt, der mir entgegengebracht wird, fühlen. Leute
nehmen mich ernster und ich fühle mich beschützt und sicher, wenn ich
ausgehe.“
Dr. N.Z. Vakil, Ärztin
„In der modernen
Gesellschaft von heute wird die Frau nur noch als ein weiteres Sexobjekt
der Männer angesehen. Aber warum sollte jemand seine Schönheit solchen
Augen offenbaren, die sich daran unerwünschter Weise weiden? Der
Hijab schützt die Ehre einer Frau und erweckt keine unerwünschten
Begierden beim anderen Geschlecht. Ich denke, wenn alle Frauen die
islamische Kleiderordnung annehmen würden, dann würde die Anzahl von
Fällen der Erniedrigung, sexueller Belästigung, Vergewaltigung, usw.
auch auf ein Mindestmaß absinken. Den Hijab zu tragen gibt mir
vielmehr das Gefühl eine Frau zu sein und es hindert mich in keiner
Weise daran, meinen Beruf auszuüben.“
Salva I. Rasool,
Graphikdesignerin
„Ich bin zum Islam
konvertiert und kann deswegen meine Erfahrungen aus meinem Leben mit und
ohne die islamische Kleidung vergleichen. Ich bin mir des westlichen
Standpunktes, nachdem der Hijab eine Art Unterdrückung sei und
die Freiheit der Frau einschränke, sehr bewusst. Meine Erfahrungen mit
dem Hijab und meine Studien des Islams gestatten mir zu
verstehen, dass dem nicht so ist. Manchmal kommt es vor, dass
Nicht-Muslime mich anstarren, aber im Hijab werde ich immer mit
Respekt behandelt. Ich hatte nie Probleme eine Anstellung zu bekommen
oder zu behalten und bin nicht mehr unerwünschten Avancen und
zweideutigen Bemerkungen des anderen Geschlechts ausgesetzt und fühle
mich respektierter als ohne Hijab. Ich verstehe jetzt, wie ich
als ich selbst akzeptiert sein und mit anderen zusammenwirken kann, ohne
zu erlauben, dass mein Äußeres der entscheidende Faktor ist. Auch in
schlechteren Gegenden erlebe ich, wie Männer, die normalerweise
unanständig sind, mir aus dem Weg gehen. Das alles umfassende Konzept
der islamischen Art der Kleidung, angebrachten Respekt zu erhalten und
meine Erfahrung darin, dass dadurch tatsächlich ein respektvoller Umgang
gewährleistet wird, hat dazu geführt, dass ich mich sicherer fühle, wenn
ich mich in der Öffentlichkeit bewege. Nachdem ich weiß, was der
Hijab mir gibt, würde ich niemals dazu zurückkehren wollen, ohne ihn
zu leben. Ich gehe für alle offensichtlich als eine muslimische Frau in
die Öffentlichkeit – eine Erinnerung an mich selbst und an alle, die
sehen, dass ich versuche in einer Art und Weise zu leben, die anständig
und rein ist. Ich bin jemand, der versucht, Gott in allen Belangen zu
befolgen. Die Menschen wissen das gleiche von Nonnen, wenn sie sie sehen
und ebenso wissen sie das von mir, wenn sie mich sehen. Auch wenn sie
nicht die Gründe für diesen Kleidungsstil kennen, welcher hier in den
Vereinigten Staaten nicht gewöhnlich ist, bringen sie doch ihre
Bewunderung zum Ausdruck, für jemanden, der sich nicht scheut, nach
seinen Prinzipien zu leben.“
Diana Beatty, Lehrerin
„Ich denke, ich habe
es gemocht, den Hijab zu tragen. Eigentlich ist ‘mögen’ nicht das
richtige Wort. Ich habe es geliebt. Das erste Mal in meinem Leben einer
amerikanischen Frau habe ich das Gefühl gehabt, dass mein Körper nur mir
gehört. Ich kann es nicht anders beschreiben, aber ich fühlte mich, als
ob ich dadurch meine vollständige körperliche Privatsphäre zurückerlangt
hatte. Ich denke, dass ich sehr gut behandelt wurde, sehr viel
respektvoller und ich spürte merklich eine Tendenz, insbesondere
jüngerer Männer, mich nicht zu bedrängen und mir einen großen Freiraum
zu geben. Das hat sich am eindrucksvollsten in der Art geäußert, dass
ich fühlte, nicht länger von Männeraugen verfolgt zu sein. Der Hijab
gab mir das Gefühl, nicht mehr ‘frei verfügbar’ zu sein, obwohl ich
denke, dass er nur ein Teil von etwas größerem, aber weitaus stärkerem
ist…”
Eine nicht-muslimische
Teilnehmerin an der nach den Anschlägen vom 11. September
durchgeführten Kampagne‚ Kopftücher für Solidarität’, aus einem in der
Zeitung San Francisco Chronicle vom 9. Mai 2002 abgedrucktem Brief.
Ich, Esther B.
wurde
am 6.1.1975 in Aarau geboren in eine Christlich/Reformierte Familie.
Ich
hatte eine schöne Kindheit jedoch weit entfernt von einer religiösen
Kindheit. Nach sehr wilden Jahren traf ich meinen Mann aus Algerien und
wir heirateten am 1998 alhamdulillah! Er erzählte mir sehr viel von
seiner Religion und am Anfang nahm ich seine Erzählungen gar nicht
ernst, bis ich schwanger wurde. Von da an fing ich mich für den Islam
zu
interessieren und als unser Sohn Dscha'far mit einem schweren
Herzfehler
auf die Welt kam, gab es für mich nur noch einen Halt und dies war und
ist Allah. Ich konvertierte im Ramadan 2000 zum Islam, alhamdulillah
und
zirka fünf Monate später fing ich an Hijab zu tragen, das war ein
Großer Djihad, vor allem wegen meiner Mutter. Jedoch hat sie es
mittlerweile mehr oder weniger akzeptiert alhamdulillah! In der
heutigen
Zeit ist es eines der wichtigsten Aufgaben der Muslimas, Hijab zu
tragen. Dieser Satz kommt nicht nur von mir, sondern von
Rahbar-e-Moazzam Imam Sayyid Ali Khamenei und dies gilt natürlich auch
in Europa! Ich persönlich möchte mein Kopftuch nicht mehr missen. Ohne
Kopftuch würde ich mich nackt fühlen und als Verräterin! Darum möchte
ich
allen Muslimas Mut zusprechen Hijab zutragen, wenn nicht für einen
selbst dann für Allah! Möge Allah allen den Mut und die Kraft dazu
geben, denn es lohnt sich wirklich!