Wie Spiegel und weitere Medien berichten, fühlen sich viele
Salafisten nach Razzien und dem Verbot der Gruppe Millatu-Ibrahim in
Deutschland unter Verfolgungsdruck gesetzt.
Nachdem einer ihrer Anführer, der 27-jährige Mohammed
Mahmoud, im Frühjahr Deutschland verlassen hat, um seiner Ausweisung
zuvorzukommen, sollen etliche seiner Anhänger ihm gefolgt sein. Während
es gewaltbereite Salafisten in früheren Jahren vor allem
ins pakistanisch-afghanische Krisengebiet zog, war das Reiseziel jetzt
Ägypten.
Etwa 20 Anhänger von Mahmoud, unter ihnen der Berliner
Ex-Rapper Denis Cuspert alias Deso Dogg, sollen bereits abgereist sein,
30 weitere auf gepackten Koffern sitzen. Deutsche Staatsschützer
befürchten, dass Terrororganisationen wie Al Kaida das Machtvakuum nach
dem Arabischen Frühling in Ägypten nutzen könnten, um dort eigene
Strukturen aufzubauen. Möglicherweise sei Ägypten aber auch nur ein
Durchreiseland oder Stützpunkt für die Teilnahme an Kampfhandlungen in
Konfliktgebieten wie Somalia und Mali. Auch eine spätere Rückkehr nach
Deutschland sei zu befürchten.



Deutsche Salafisten zieht es nach Ägypten

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