Der Reporter von France 24 fragte Präsident Ahmadinedschad: „Vor kurzem
fand in Bagdad in diesem Zusammenhang eine Sitzung statt, die zu keinem
spürbaren Ergebniss führte. Werden die Verhandlungen in Moskau Ihrer
Meinung nach Früchte tragen?“
„Das was Sie ansprechen ist nichts
Neues“, antwortete Ahmadinedschad. „Die iranische Atomfrage ist
schließlich kein neues Thema sondern eine alte Diskussion. Wir sehen,
dass sich die Einstellung einiger Länder gegenüber Iran nicht geändert
hat. Manche sagen, dass der Westen seit 33 Jahren, als das iranische
Volk befreit wurde und freie Wahlen stattfanden, gegen Iran vorgeht und
andere sind der Meinung, dass die negative Haltung des Westens gegen
Iran vor 200 Jahren begonnen hat. Das ist nichts Neues und wir fordern
eine Zusammenarbeit im Atombereich unter gleichen Bedingungen, auf der
Basis des gegenseitigen Respekts und der Beachtung der Menschenrechte.
Wir haben bei den Verhandlungen kein Wunder erwartet. Aber es gibt
bestimmt geeignete Wege und gute Vorschläge und wir sind immer zur
Zusammenarbeit bereit“, ergänzte er.
Misstrauen gebe es auf beiden
Seiten, so Präsident Ahmadinedschad. Um beiderseitiges Einvernehmen zu
erreichen müsse man zusammenarbeiten. „Und diese Zusammenarbeit muss im
Rahmen der Gerechtigkeit und des Gesetzes stattfinden. Wir haben gute
Vorschläge, die wir zu gegebener Zeit unterbreiten werden“, betonte er.
„Wie
wird Iran auf einen eventuellen Angriff Israels antworten? Es scheint,
dass die Israelis glauben, Iran sei nicht im Stande ihnen ernsthaft zu
schaden“, fragte der Reporter.
„Ich will die Angelegenheiten tief
greifend diskutieren. Die Macht Irans steht fest. Iran hat eine
Geschichte. Die Großmächte sind gegenüber Iran gescheitert. Die
Zionisten zählen nicht. Das iranische Volk hat stets für Reue auf der
Seite der Feinde gesorgt“